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Kochpraxis

Kochen und auch gutes Kochen ist eigentlich kinderleicht - wenn man weiß, wie!

Natürlich gibt es in der Sterneküche auch handwerkliche Anforderungen und Anforderungan an die Küchentechnik, die im Privathaushalt nicht möglich sind, aber besser zu sein als eine Dosensuppe oder ein aufgetauter Beutel Tiefkühlkost ist wirklich kinderleicht.

Deshalb sollte man auch schon bei seinen Kindern anfangen. Kochen und backen machen Freude, sind lustig und Selbstgekochtes wird auch gegessen, auch wenn die Kleinen sich ansonsten fast ausschließlich von Pommes und Nudeln ernähren.

Das ist so eine seltsame Sitte, die in den letzten paar Jahrzehnten eingerissen ist. Das "richtige" Essen ist nur für die Erwachsenen, während die armen Kinder mit Pommes, Nudeln mit Tomatensoße und Süßigkeiten mangelernährt werden - "weil sie ja nichts anderes essen".

Kein Wunder, wenn sie von kleinauf auf "Kinderteller" und "Juniormenüs" dressiert werden.

Selbst kochen, unter Verzicht auf die in Fertignahrung meist enthaltenen Zusatzstoffe, Aromen, Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungsstoffe ist nicht nur gesünder, sondern unabdingbar, wenn die eigenen Kinder nicht zu reinen "Kartoffelchips und Cola"-Essern werden sollen, die nicht einmal mehr wissen, was Gemüse ist.

Junk-Food heißt nicht umsonst so. Junk heiß "Abfall". Fettiges und übersalzenes, aber dafür auch nährstoff- und viitaminarmes Essen ist keine kindgerechte Ernährung. Und wenn man aus reiner Bequemlichkeit darauf ausweicht, sollte man sich als Eltern schon fragen, ob Bequemlichkeit über der langfristigen Gesundheit der Kinder stehen sollte. Es gab noch nie so viele behandlungsbedürftig kranke Kinder, wie heute und das hängt mit Sicherheit nicht nur bei den übergewichtigen Kindern mit der Ernährung zusammen.

Man sollte sich einfach vor Augen führen, was all die Zusatzstoffe sollen: Sie sollen den Konsumenten betrügen, indem sie ihm Dinge vorgaukeln, die die "Lebensmittel" nicht enthalten.

Süßstoffe täuschen Zucker und damit schnell verfügbare Energie vor. Tatsächlich maskieren sie aber meist minderwertiges Fett und Eiweiß.

Zucker in den tatsächlich stark gezuckerten Produkten hat einen unangenehmen Nebeneffekt: Der Körper produziert enorme Menge Insulin, welches den Zucker abbauen soll. Meist zuviel. Und wenn dann Fett vorhanden ist, geht dieses Insulin dann eben seinem Zweitberuf nach und hilft mit, Fett in die Pölsterchen zu transportieren. Die Cola zu fettigem Essen hilft also nicht wirklich, Gewicht zu reduzieren.

Geschmacksverstärker machen Hunger bzw. schalten den Sättigungsmechanismus teilweise aus. Man isst zuviel. Zugesetztes Natriumglutamat kann auch, anders als das natürlich in Käse, Tomaten und Fleisch enthaltene, zu Kopfschmerzen und anderen Krankheiten führen.

Farbstoffe betrügen das Auge und sollen "Frische" und "Lebendigkeit" vortäsuchen, wo keine ist.

Aromastoffe sind billiger Ersatz für echten Geschmack und erlauben es z.B. Erdbeerjoghurt ohne auch nur den Hauch einer Erdbeere herzustellen. Die "Frucht"-stücke werden aus Holz mit Hilfe von Säure, Lauge und Farbstoff künstlich hergestellt und "natürliches" Aroma heißt ncht etwa "aus Kirschen hergestellt", sondern nur, dass es irgendwie, meist biotechnisch mit Bakterien aus etwas "natürlichem" wie etwa Biomüll hergestellt wird. "Naturidentisch" heißt lediglich, dass die chemische Formel mit einem echten Aroma übereinstimmt, die Herstellung ist allerdings vollsynthetisch. Außerdem enthält echtes Erdbeeraroma ca. 1000 verschiedene Substanzen, die "besten" industriellen Aromen lediglich ca. 60. Die Täuschung geht inzwischen so weit, dass Kinder nicht mehr in der Lage sind echten Erdbeergeschmack als solchen zu erkennen.

Alle diese Zusatzstoffe dienen letztlich dazu, verschiedene angeborene Regelmechanismen auszuhebeln und sollen dazu verführen mehr zu essen, als man braucht, oder ohne sie auch essen könnte.

Geschmack, Appetit und Sättigungsgefühl sind in eigentlich sehr zuverlässige Mechanismen, die eine gesunde und ausgewogene Ernährung sicherstellen sollen und das auch tun, solange es Menschen gibt. Aber auch diese Mechanismen taugen nichts, wenn man seinen Geschmackssin mit einem Einheitsglutamatgeschmack abtötet und über andere Produkte der chemischen Industrie alle körpereigenen Regelmechnismen so betrügt, daß sie einfach nicht mehr funktionieren können.

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